Unsere Mittagstafel – frisch geschrieben, täglich neu
Bei uns im Restaurant Artischocke beginnt jeder Mittag mit einem Stück Kreide und einer leeren Tafel. Was darauf landet, richtet sich nach dem, was Markt und Saison hergeben – ehrlich, schnörkellos und oft mit französischer Handschrift.
Warum heißt er „Feldsalat“, „Rapunzel“, „Ackersalat“, „Nüsslisalat“?
Der Feldsalat (Valerianella locusta) hat viele Namen, die alle auf seine Eigenschaften oder sein Vorkommen zurückgehen:
Feldsalat/Ackersalat: Diese Namen beschreiben seinen natürlichen Lebensraum. Die Pflanze wächst wild auf Feldern und Äckern, besonders als Beikraut in Getreidefeldern und auf Brachflächen. „Feld“ und „Acker“ verweisen direkt auf diese Herkunft.
Rapunzel: Dieser märchenhafte Name kommt vom lateinischen „rapum“ (Rübe) oder vom mittelhochdeutschen „rapunzel“ (kleine Rübe). Die Bezeichnung könnte sich auf die leicht verdickten Wurzeln beziehen oder einfach eine alte Bezeichnung für essbare Wildpflanzen sein. Im Grimm’schen Märchen „Rapunzel“ ist übrigens genau diese Pflanze gemeint, nach der sich die schwangere Frau so sehr sehnt!
Nüsslisalat (schweizerdeutsch, auch „Nüsschen“): Der Name bezieht sich auf den Geschmack – Feldsalat hat tatsächlich ein leicht nussiges Aroma. In manchen Regionen wird er auch „Nüssler“ oder „Nüssli“ genannt.
Weitere regionale Namen wie „Vogerlsalat“ (Österreich, von „Vogerl“ = Vögelchen), „Mausohrsalat“ oder „Lämmchensalat“ spielen auf die Form der kleinen, rundlichen Blätter an.
All diese Namen sind über Jahrhunderte in verschiedenen deutschsprachigen Regionen entstanden und werden bis heute parallel verwendet.
Gefunden haben wir das Rezept in einem Klassiker – La Cuisine Française von Elizabeth David. Unauffällig, fast beiläufig notiert. Doch einmal ausprobiert, gehört es nun zum festen Inventar. Ein Gewürzsalz, das keinen Lärm macht, aber viel kann.
Zwei Reihen junges Glück sprießen in unserem Hochbeet – dicht an dicht, zart und knackig, so wie wir ihn lieben – Spinat im Babyformat. Nicht gekocht, nicht zerdrückt – sondern roh und bereit, als Garnitur oder Salat auf unseren Tellern in Szene gesetzt, zu werden.
Dabei ist Spinat ein alter Hase. Schon im 9. Jahrhundert brachten ihn arabische Gärtner über Spanien nach Europa. Später fand er Eingang in die französische Hofküche – ein Ritterschlag, dem selbst Sonnenkönige nicht widerstehen konnten.
Spinat wurde in der französischen Küche beliebt. Catherine de’ Medici soll ihn aus Italien mitgebracht haben – viele „à la Florentine“-Gerichte sind ihr zugeschrieben. Madame de Pompadour schwor angeblich auf Spinat mit Butter, doch wir vermuten sie schwärmte eher für den Koch.
Dass Spinat stark macht ist auch eine Geschichte aus der Geschichte. Diese verdanken wir einem Kommafehler. Der Eisenwert wurde im 19. Jahrhundert schlicht falsch berechnet. Nur Popeye der Seemann erlangte bisher übermenschliche Kräfte durch den Verzehr von Dosenspinat. Uns genügt heute der feine Geschmack der jungen Blätter, ein Spritzer Zitrone, vielleicht ein Hauch Fleur de Sel.
Der Rest ist wie immer bei uns Geschmackssache. Und ein bisschen Gärtnerstolz.
Die Rockenbolle – auch bekannt als Schlangenknoblauch – ist eine faszinierende Knoblauch-Unterart, die sich durch ihre einzigartige Wuchsform und vielseitige Verwendung auszeichnet. Irgendwann im Sommer treibt die Pflanze einen Blütenstängel aus, der sich wie ein Schweineschwanz kringelt, an der Spitze wächst dann eine Knolle mit mehreren runden Zehen.
Folgendes haben wir im Internet gelesen: Ollas (spanisch für „Töpfe“) sind traditionelle Bewässerungsgefäße aus porösem Ton, die hauptsächlich im Gartenbau verwendet werden. Sie dienen der effizienten, nachhaltigen und wassersparenden Bewässerung von Pflanzen.
Da dachten wir uns, das ist genau das Richtige für unsere Hochbeet in WILHELMS Hochbeetgarten auf dem „Gotthilf-Hagen-Platz“. Endlich zuverlässig das Hochbeet bewässern, ohne Stress und dann und wann mal vergessen können, zu gießen.
Für 2 Ollas haben wir zwei große und zwei kleinere Tontöpfe, vier Deckel und Fliesenkleber eingekauft.
Um die Löcher zu verschließen, werden in die großen Töpfe je ein Deckel mit Fliesenkleber am Boden festgeklebt.
Danach werden die Ränder der kleineren Töpfe mit Kleber beschmiert und kopfüber auf die großen Töpfe gesetzt. Dann noch die Ränder zu spachteln, den Fliesenkleber gut aushärten lassen und anschließend mehrmals abspülen mit Wasser. Damit alle Inhaltsstoffe des Klebers fest gebunden, bzw. abgespült werden.
Als nächstes so tief ins Beet eingraben, dass nur noch die Spitze rausschaut, und regelmäßig mit Wasser auffüllen.
Unser Lehrling Leo hat uns sehr stolz gemacht. Selbstbewusst hat er sich von seinem Ziel nicht abbringen lassen – auch nicht vom Nörgeln und Schimpfen seines Chefs. Stattdessen ist er seinen Weg gegangen und hat sein Können erfolgreich eingesetzt.
Er hat sich dem Wettbewerb gestellt, seine Komfortzone verlassen und viel Druck aushalten müssen, aber all das hat er routiniert mit Fleiß und Ausdauer gemeistert.
Sein Einsatz wurde am Montag mit dem verdienten Sieg bei den Jade-Meisterschaften an der BBS Wilhelmshaven belohnt. Wir sind beeindruckt von seiner Leistung und gratulieren ihm ganz herzlich zu diesem Erfolg!
Am Freitag, den 22.11.24 hatten wir eine Veranstaltung und einen schönen Abend im Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven. Es gab eine spannende Führung von Herrn Barke durch das Haus mit Start im Erdgeschoß, einen Begrüßungscocktail und eine Ansprache durch Frau Dr. Köhler (Geschäftsleiterin des Hauses). Die Führung begann beim riesigen Pottwalskelett. Herr Barke hatte viele interessante Details zu berichten und wir servierten die passenden Speisen dazu.
Für uns war es ein großer Spaß und eine schöne Abwechslung. Vielen Dank an die Mitarbeiter des Besucherzentrums für die gute Zusammenarbeit.
Wir sind ohne Probe in die Premiere gegangen und trotzdem hat alles geklappt. Was für eine Erleichterung! Das Lob der Besucher war eine tolle Belohnung für unsere Arbeit. Danke dafür. #simple #sincère #honnête #artischocke #restaurant #wilhelmshaven
Wir freuen uns sehr, denn früher als erwartet sind wir wieder vollzählig und startklar. Ab Dienstag, den 11.06. sind wir wieder ab 12:00 Uhr zum Mittagstisch für unsere geschätzten Gäste da.
Ab 12:00 Uhr geht es wie gewohnt los und wir würden uns sehr über Ihren Besuch freuen.
Heute war ein aufregender Tag, denn wir haben unsere erste Beetpatenschaft im Gemeinschaftsgarten der Wilhelms UrbanFARM übernommen. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen haben wir die ersten Pflanzen in die Erde gesetzt.
Es war schön zu sehen, wie die bunten Paprika und der frische Schnittlauch in unseren Hochbeet ihren Platz gefunden haben.